HERZLICH WILLKOMMEN BEIM NETZWERK ERNÄHRUNGSKULTUR!

Kulturökologie der Ernährung und Landnutzung  19. – 21. Mai 2022 Sommerhausen am Main

Das Ziel der Tagung ist es, den gesamten Prozess der Umwandlung von Agrarprodukten einschließlich der Weiterverarbeitung zu Lebensmitteln und Mahlzeiten in den Blick zu nehmen. Zum anderen auf einen Paradigmenwechsel in der agrar-umweltpolitischen Debatte hinzuweisen, der die Produktionsseite betrifft:  Nach Jahrzehnten des Konflikts wird erstmals über einen Gesellschaftsvertrag zwischen Umweltverbänden und der Landwirtschaft verhandelt.

Weitere Informationen zum Tagungs-Programm finden Sie hier.

Neuer Vorstand des Kulinaristik-Forums

Das „Kulinaristik-Forum“ hat seit dem 12. März 2022 einen neuen Vorstand. Das Netzwerk für Wissenschaft, Kultur und Praxis steht seit 2008 für eine interdisziplinäre Untersuchung von Essen und Ernährung. Wissenschaftliche Forschung und deren praktische Anwendung in Gastronomie und Touristik gehen dabei zusammen. Als neuer Vorsitzender dient nun der Weimarer Wirtschafts- und Sozialhistoriker Uwe Spiekermann, der Nußlocher Hotelier Klaus Michael Schindlmeier agiert als Stellvertreter. Den weiteren Vorstand des Kulinaristik-Forums bilden der Heidelberger Literatur- und Ritualforscher Burckhard Dücker, der Trierer Linguist und Amerikanist Stefan Diemer, die Göttinger Diskurs- und Kulturlinguistin Nicole Wilk sowie die Würzburger Germanistin Franziska Stürmer. Sie leitet weiterhin die Redaktion des Forums. Als Geschäftsstellenleiter wurde der in Speyer ansässige Journalist Rolf Klein bestätigt.

Die Publikationen des Forums, das „Jahrbuch für Kulinaristik“ und die Buchreihe „Wissenschaftsforum Kulinaristik“ erscheinen seit diesem Jahr im Würzburger Verlag Königshausen & Neumann. Thema des diesjährigen Jahrbuchs wird „Kulinaristik als Lebenswissenschaft“ sein, während die Buchreihe mit dem Band „Das Kulturthema Essen bei Thomas Mann“ fortgesetzt werden wird. Weitere Informationen finden sich unter Kulinaristik.net.

Die Materialität der Märkte

Qualität, Bewertung und Organisation im deutschen Obst- und Gemüsehandel

Wie funktioniert der Handel für Obst und Gemüse und welche Rolle spielt dabei die Materialität? Linda Hering beschreibt die Entwicklung und spezifische Formung des Obst- und Gemüsemarktes in Deutschland. Dabei geht sie auf die Rolle von konfligierenden Qualitätskonventionen ein und zeigt, wie materielle Formen Bewertungspraktiken stabilisieren. Die Konzeption von Obst und Gemüse als Biofakte ermöglicht dabei neue Einsichten in die Organisation des Handels. So werden unterschiedliche Erwartungen verschiedener Kontexte in die Waren eingeschrieben, am Ort des Verkaufs jedoch nur selektiv sichtbar gemacht.

Für weitere Informationen klicken sie hier.

Stellenausschreibung Max Rubner Institut

Das Max Rubner-Institut in Karlsruhe sucht eine/einen Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Wissenschaftlichen Mitarbeiter (m/w/d) für den Bereich Ernährungsverhalten.
Weitere Informationen zur Stelle und den gewünschten Voraussetzungen finden sie in der Ausschreibung.

Ernährungswandel zwischen Hunger und Übergewicht

Für die im Juni 2021 veröffentlichte 3. Ausgabe der ‚Zeitschrift für die Vereinten Nationen und ihre Sonderorganisationen‘ verfasste das Vorstandsmitglied Regine Rehaag einen Hauptbeitrag. Im Zuge des globalen Ernährungswandels werden traditionelle Ernährungsmuster zunehmend durch einen urban-industriellen Ernährungsstil abgelöst. Der Anteil tierischer und vor allem hochverarbeiteter Nahrungsmittel nimmt stark zu, mit dramatischen Folgen für Klima und öffentliche Gesundheit. Die Pandemien Adipositas, Unterernährung und Klimawandel vereinen sich zu einer ‚globalen Syndemie‘, die besonders einkommensschwache Länder betrifft, in denen vor allem Frauen von einer doppelten Belastung durch Untergewicht und Adipositas im Laufe ihres Lebens betroffen sind. Die COVID-19-Pandemie hat die Situation weiter verschärft und gezeigt, wie fragil die Ernährungssicherheit ist.

Näheres zum Beitrag finden Sie hier.

Abschlusssymposium: „Fleischwissen“. Zur Verdinglichung des Lebendigen in globalisierten Märkten (7. -9. Juli 2021)

Fleisch ist Kulturgut. Der Verzehr tierischen Proteins ist eng verzahnt mit der Entwicklung von Mensch und Zivilisation.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Verbundprojekt „Fleischwissen“ nähert sich den Traditionen und Dynamiken moderner Tierhaltung, Fleischproduktion und -konsumption vornehmlich über den zentralen Aspekt ihrer Materialität. Es fragt, wie Tiere in zunehmend industrialisierten und globalisierten Märkten zu Lebensmitteln, Gebrauchsgütern, ja ganz allgemein zu Dingen werden. Das Symposium stellt die kulturwissenschaftlichen, ernährungs- und innovationssoziologischen Perspektiven, Herangehensweisen und Befunde des Verbundprojekts „Verdinglichung des Lebendigen: Fleisch als Kulturgut“ zur Diskussion und bettet sie ein u.a. über weiterführende Beiträge, Impulse und Kommentare thematisch ausgewiesener Expert*innen in eine Reflexion über Ambivalenzen, Potenziale und Grenzen unseres „Fleischwissens“ im frühen 21. Jahrhundert.

Die Veranstaltung findet digital via Zoom statt. Entsprechende Zugangsdaten werden vor dem Termin zugesandt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Wir bitten um Anmeldung. Kontakt: fleischwissen@gmail.com

Das vollständige Programm finden Sie hier.

// Ankündigung // Einladung // „Gut versorgt aus der Region? Potentiale und Herausforderungen für Bedürfnisorientierung in regionalen Ernährungssystemen“

Digitale Tagung am 23./24. Juli 2021

Hiermit laden wir herzlich zu unserer digital stattfindenden Tagung zu Bedürfnisorientierung in regionalen Ernährungssystemen ein. Die Tagung zielt einerseits darauf, empirisch das Phänomen der Regionalisierung von Ernährungssystemen auszumessen. Anderseits soll auf einer konzeptionellen Ebene diskutiert werden, wie die Frage der Bedürfnisorientierung in (regionalen) Ernährungssystemen analytisch greifbar gemacht werden kann.

Weitere Informationen sowie das Programm finden Sie hier.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Dr. Marie Reusch (marie.reusch-kypke@sowi.uni-giessen.de) und Suse Brettin (suse.brettin@gender.hu-berlin.de).

Anmeldung zur Tagung bitte bis zum 20.07.2021 unter:

https://www.uni-giessen.de/fbz/zentren/zeu/activities/regionale_Ernaehrungssysteme

Call for Papers für die Tagung am 18. und 19. November 2021 an der Hochschule Fulda

Die Tagung geht der Frage nach , wie sich die Pandemie als Krise langfristig auf Ernährungspraktiken und Einkaufsgewohnheiten sowie die Orte des Verzehrs auswirkt. Dabei werden Herausforderungen und Chancen der Krise für Ernährungspraktiken und nachhaltige Verpflegungsmöglichkeiten in der häuslichen wie auch in der außerhäuslichen Verpflegung aus den Perspektiven unterschiedlicher Fachdisziplinen betrachtet und diskutiert, welche Entwicklungen Potenzial für dauerhafte Veränderungen aufweisen.

Den Call for Papers finden Sie hier.

5. Online-Forum EssKult.net

Mahlzeit und Care im Corona-Haushalt
Zu den pandemiebedingten Veränderungen in (Familien-)Haushalten im deutsch-japanischen Vergleich (6. Juli 2021 9.00 – 13.30 Uhr)

Nicht nur das öffentliche, sondern auch das Leben in den privaten Haushalten hat sich durch die COVID-19 Pandemie maßgeblich verändert. Fraglich ist, wie die Strukturen der privaten Haushalte in ihren vielfältigen Formen auf die Anforderungen reagieren. Im Frühjahr 2020 verzeichneten Deutschland und Japan im Vergleich mit anderen Ländern ein geringes Infektionsgeschehen. Galten sie in Europa bzw. in Asien als Vorbilder, schneiden beide Länder nach einem Jahr COVID-19 Pandemie aufgrund des verspäteten Impfbeginns und der im Vergleich moderaten, aber stetig steigenden Infektionszahlen im internationalen Vergleich zunehmend schlechter ab. Diese sich in beiden Ländern ähnelnde Situation macht einen Vergleich der damit angestoßenen Veränderung der häuslichen Arrangements möglich.

Hier finden Sie das Programm. Hier können sie sich zum Onlineforum anmelden.