Forschungswerkstatt „Geschlechterdimensionen in der Ernährung des Kleinkindes“

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Am Freitag, dem 17.06.2016, um 10:00 bis 17:00 Uhr, veranstaltet das Gender- und Frauenforschungszentrum der Hessischen Hochschule eine Forschungswerkstatt rund um das Thema Ernährung von Kleinkindern. Mit einbezogen werden kulturelle Aspekte, sowie auch die Rollenverteilung bei Vater und Mutter. Die Forschungswerkstatt will Raum geben, um Beiträge zu den Genderdimensionen der Ernährung des Kleinkindes gemeinsam mit interessierten Wissenschaftler_innen und Praktiker_innen  zu diskutieren.Vor diesem Hintergrund sollen weiterführende Forschungsperspektiven für Sozial-und Ernährungswissenschaften wie auch die Genderstudies entwickelt werden.

Genauere Informationen über die Veranstaltung finden sie hier, als PDF-Datei, zum downloaden.

Beiträge zum Symposium „Kulturelle Vielfalt: Essen der Migrantinnen und Migranten“ des Netzwerks Ernährungskultur am 3. März 2016 an der Hochschule Fulda

Das Netzwerk Ernährungskultur hat sich auf seinem Frühjahrssymposium mit dem Thema der Ernährung und Versorgung Geflüchteter beschäftigt. Ziel war es, sich einen Überblick über die derzeitige Situation der Verpflegung von Migrantinnen und Migranten in Deutschland zu verschaffen. Esskult.net wird auf dieser Grundlage zukünftige Aktivitäten des Netzwerkes bestimmen.

  • Zur Lage der Flüchtlingsverpflegung: Hauptsache satt!?  Dr. Friedhelm Mühleib  Download
  • Migration – Akkulturation – Ernährung. Perspektiven kultureller Annäherungen  Prof. Dr. Gunther Hirschfelder Download
  • MigrantInnen als Bedürftige der Tafeln?!  Umstände und Unterschiede  Prof. PhD Nanette Ströbele  Download
  • Food Literacy im Kontext von Alphabetisierung und Integration – Neue Wege für mehr (gesellschaftliche) Teilhabe       Dr. Barbara Kaiser  Download

Einfachheit. Eine kulturphilosophische Untersuchung der japanischen Kaiseki-Küche

Buch Härtig, Malte
Wittener kulturwissenschatliche Studien, Band 11,
herausgegeben von Dirk Rustemeyer
Verlag königshausen & neumann, 2016

Aus dem Inhalt:
Das Kaiseki ist die feine und traditionelle Hochküche Japans. Sie wurde besonders in der alten Kaiserstadt Kyoto kultiviert. Kaiseki wird als jahreszeitliches Menü in elf kleinen Gängen serviert. Das Essen ist fein, hoch ästhetisch, natürlich – und einfach. Die Einfachheit, die das Kaiseki kultiviert, wird in der vorliegenden Studie als Schlüssel gewertet, um einen exemplarischen Zugang zur japanischen Esskultur zu bekommen. Der Ausgangspunkt der Studie sind konkrete Gerichte, wie eine Schale mit Wakame- Algen und Bambussprossen und Produkte wie die Kamo-Aubergine oder ein Fisch namens Tai. Aus ihnen wird ein gastrosophischer Forschungsgang entwickelt, der die Köche beim Kochen, den Fischer auf seinem Boot und den Bauern beim Kultivieren seiner Gemüse beobachtet. Untersucht werden dabei auch die Bezüge des Kaiseki zum Zen-Buddhismus und zur traditionellen Teezeremonie. Achtsamkeit und die Wertschätzung der Lebensmittel spielen im Kaiseki eine wichtige Rolle.

Bier – Eine Geschichte von der Steinzeit bis heute

bier500 Jahre Reinheitsgebot. Bier: Die erste Kultur- und Konsumgeschichte

Bier ist das älteste alkoholische Genussmittel der Menschheitsgeschichte und neben Tee und Wasser das globalste aller Getränke. Gunther Hirschfelder und Manuel Trummer erzählen, wo und wie Bier gebraut wurde, aber auch, wer, wann und wo Bier trank und welche Bedeutung dem Bierkonsum zukam. Sie legen damit erstmals eine globale Kultur- und Konsumgeschichte vor.

Einen ausführliche Überblick, sowie auch weitere Informationen finden sie hier als PDF zum downloaden.

Call für Beiträge für den Sammelband „Fleisch. Vom Wohlstandssymbol zur Gefahr für die Zukunft“

„Fleisch ist ein Stück Lebenskraft!“ Dieser Slogan der deutschen Agrarwirtschaft spiegelt einen über Jahrzehnte gültigen Grundkonsens der bundesdeutschen Nachkriegszeit wider. Fleisch ist für viele noch heute ein Symbol des Wohlstands und der Stärke; es ist Inbegriff einer richtigen Mahlzeit. Gleichwohl ist seit einigen Jahren ein stetiger Verfall dieses Mythos zu beobachten: Fleisch wird zunehmend problematisiert, die Nebenfolgen des zwar stagnierenden, aber nach wie vor hohen Fleischkonsums werden diskutiert und die Apologeten des unbeschwerten Fleischessens geraten zunehmend in die Defensive. Das heute allseits zu günstigen Preisen verfügbare Grundnahrungsmittel hat seine Unschuld verloren. Schon fällt die Prognose für Fleisch – etwa von einem bekannten Wursthersteller – düster aus: „Die Wurst ist die Zigarette der Zukunft!“. Dass eine Wurstfabrik vegetarische Produkte entwickelt und diese auch mit einigem Erfolg verkauft, kann als Indiz für einen gesellschaftlichen Wandel angesehen werden. Fleisch- und tierfreie Ernährungs- und Lebensweisen, über lange Zeit belächelt und verfemt, erlangen zunehmend gesellschaftliche Relevanz, werden sichtbar und meinungsbildend. Problematisiert werden nicht nur gesundheitliche Folgewirkungen des Fleischkonsums, sondern vor allem auch die mit der Produktion verbundenen massiven ökologischen Folgen, wie zum Beispiel Klimabelastung, Wasser- und Flächenverbrauch, die damit einhergehenden globalen Ungerechtigkeiten und ethischen Probleme der Nutztierhaltung. So kam jüngst der Wissenschaftliche Beirat des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (2015) zu der Einschätzung, dass die derzeitigen Haltungsbedingungen eines Großteils der Nutztiere in Deutschland nicht zukunftsfähig seien.
Aber auch Fleischproduzenten und -händler sowie Verfechter des Fleischgenusses gehen in die Offensive: So weist der Bayerische Bauernverband darauf hin, dass mit den Entwicklungen der letzten Jahrzehnte ein „höherer Tierkomfort“ geschaffen wurde. Heutige moderne Haltungsbedingungen könnten nicht pauschal als nicht zukunftsfähig bezeichnet werden. Der zentrale Stellenwert des Fleisches auf den Tellern deutscher Konsumenten, lässt sich auch an Publikationen wie dem Magazin „Beef!“ ermessen, in dem „Männer mit Geschmack“ zu einem ungehemmten Karnismus angehalten werden. Andererseits sind solche Publikationen (ähnlich wie die Flut von Landillustrierten) auch Anzeiger einer Krise, da der Fleischkonsum nicht mehr selbstverständlich erscheint.Continue reading

Meal Cultures in Europe – Changes and Exchanges

lpkmjiuigbtzd rtA Workshop about our Eating Habits in Change
Meal Cultures in Europe – Changes and Exchanges

The division of Gender & Globalization has organized an informative, exciting and colourful workshop with participants from more than ten EU countries which was funded by the EU GRUNDTVIG Programme from the 20th to the 27th of February, 2011. The aim of this programme is to promote lifelong learning for EU citizens. We have taken the idea of lifelong learning and combined it with the changing eating habits in Europe as the subject of our meeting and exchange. We wanted to give special emphasis on the importance of our everyday meals and changes in meal habits. This in fact is of relevance at our Faculty of Agriculture and Horticulture and has to be taken even more into account.

The life of the people is determined by their everyday meals. Meals are symbols of our identity: “You are what you eat!” – Hence, this topic is – within the scope of the EU integration – an exciting subject for the future.

Symposium „Kulturelle Vielfalt: Essen der Migrantinnen und Migranten“

UnbenanntWir möchten Sie auf eine aktuelle Veranstaltung von EssKult.net – Netzwerk Ernährungskultur zum Thema „Kulturelle Vielfalt: Essen der Migrantinnen und Migranten“ hinweisen. Das  Symposium findet am 3. März 2016, von 15:15 Uhr bis 19:00 Uhr im Rahmen des 53. Wissenschaftlichen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, an der Hochschule Fulda (Raum A 102) statt.

Vier Referentinnen und Referenten geben aus unterschiedlichen Perspektiven einen Input und diskutieren mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Symposiums über Annäherungen an dieses Thema.

Alle wichtigen Infos stehen hier zum Download im PDF-Format zur Verfügung.

 

DGH – Deutsche Gesellschaft für Humanökologie Tagung in Sommerhausen bei Würzburg, vom 19. bis 21. Mai 2016

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HUMANÖKOLOGIE UND ERNÄHRUNGSÖKOLOGIE:
Konzeptionelle Allianzen und Synergien
Parto Teherani-Krönner (Humboldt-Universität zu Berlin) und Jana Rückert-John (Hochschule Fulda)
In Zusammenarbeit mit dem Fachgebiet Gender & Globalisierung (Humboldt Universität zu Berlin)
Essen als Aufnahme von Nahrung ist ein tägliches physisches Bedürfnis. Aus sozialökologischer Sicht ist Ernährung die grundlegendste Form des gesellschaftlichen Metabolismus, wie ihn Marina Fischer-Kowalski (1997; 2012) beschreibt. Sie sieht in der Ernährung eine Schlüsselfrage, da diese ein Drittel des gesellschaftlichen Stoffwechsels ausmacht. So kollidiert Ernährung in der gegenwärtigen westli-chen Welt erheblich mit den Zielen einer nachhaltigen Entwicklung, die sich auf eine ökonomische, ökologische und soziale Verträglichkeit sowie Zukunftsfähigkeit beziehen. Ein ausdrücklich mehrdi-mensionaler Ansatz liegt auch dem Konzept der Ernährungsökologie (Hoffmann, Schneider, Leitz-mann 2011) zugrunde. Die Dimensionen Gesundheit, Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft werden hier mit Blick auf die Ernährung als gleichberechtigt verstanden.Continue reading

Between sustainability, governance and democracy: interpreting the politics of food

Conveyor and Institution: Basil Bornemann, University of Basel
Esther Seha, Leuphana University Lueneburg
Abstract: World hunger, obesity, animal welfare, urban gardening, and food waste: No matter where one looks today, food is at the center of attention and is currently undergoing a pronounced process of politicization. The array of food-related problems is extensive and diverse. Challenges range from farm to fork as well as from the global to the local and connect ecological, social, cultural, and economic concerns throughout the food system.. While the plethora of current food concerns is almost endless, all issues do however have in common that they challenge prevailing societal lifestyles, beliefs and values, discourses and practices as well as conceptions of society and politics more generally. Food issues have become important vehicles for bringing up fundamental debates about the sustainability, democracy, and governance of modern societies. Touching upon these political meta-discourses, food therefore serves as a relevant venue for understanding politics in the 21st century.
The proposed panel strives to shed light on current food issues and their implications for sustainability, governance, and democracy from an interpretive perspective: How can interpretive analysis help to understand current food-related problems and policies? How and by what means are food issues framed and politicized? What are the commonalities and differences between the various food debates? How do they challenge and transform current understandings and practices of sustainability, democracy, and governance?
In order to explore these questions, we invite theoretical and empirical contributions that analyze current food controversies with reference to sustainability, governance, and democracy from an interpretive perspective. By focusing on these political meta-discourses, the panel aims at integrating findings about individual food issues and at uncovering the role and meaning of food as an instance of political transformation.

Stellenangebot: W 2 – Professur (zunächst befristet auf 6 Jahre, Tenure Track) – im Fachbereich für Ökologische Agrarwissenschaften der Universität Kassel/Witzenhausen – baldmöglichst

Uni_Kassel

 

Der Fachbereich für Ökologische Agrarwissenschaften der Universität Kassel/Witzenhausen
und die Fakultät für Agrarwissenschaften der Georg-August-Universität Göttingen besetzen gemeinsam eine

W 2 – Professur (zunächst befristet auf 6 Jahre, Tenure Track)

für „Sozial-Ökologische Interaktionen in Agrarsystemen“

Der/die erfolgreiche Kandidat/in vertritt den Bereich ‚Landwirtschaftliche Systeme‘ in Forschung und Lehre. Die Fakultäten erwarten durch diese Professur eine Stärkung ihres internationalen Profils in interdisziplinärer Forschung in diesem Bereich.

In Forschung und Lehre sind aktuelle theoretische Konzepte und Methoden aus den Sozial- und Naturwissenschaften zu nutzen. Nachhaltigkeit, Resilienz, Komplexität und Transformation sozial-ökologischer Systeme sollen quantitativ und qualitativ erforscht werden. Dies schließt auch die (Weiter-)entwicklung von Theorien und innovativen, interdisziplinären Methoden zur empirischen Datenerhebung und –analyse ein. Die Bereitschaft und Fähigkeit, sich an interdisziplinären Kooperationen im Fachbereich zu beteiligen, wird vorausgesetzt.

Die Professur ist zunächst auf sechs Jahre befristet und wird nach erfolgreicher Evaluation und Integration in Verbundvorhaben am Standort verstetigt.

Der/die erfolgreiche Kandidat/in muss englischsprachige Module in unsere agrarwissenschaftlichen  BSc-Studiengänge, in die internationalen MSc-Studiengänge ‘Sustainable International Agriculture’ und ’International Food Business and Consumer Studies’, sowie in die agrarwissenschaftlichen Graduiertenschulen der Universitäten Kassel und Göttingen einbringen. Weiterhin wird die Beteiligung an der Selbstverwaltung der Universitäten erwartet.

Bewerber/innen müssen in der Analyse sozial-ökologischer Systeme durch einschlägige, begutachtete Publikationen ausgewiesen sein und didaktische Kompetenz vorweisen können. Die Publikationen haben zudem das Interesse an und die Fähigkeit zu interdisziplinärer Kooperation zu belegen. Erfahrungen in internationaler Zusammenarbeit, auch in Entwicklungs- und Schwellenländern des Globalen Südens, sind von Vorteil.

Die Besetzung der Professur erfolgt im Rahmen einer gemeinsamen Berufung durch die agrarwissenschaftlichen Fakultäten in Göttingen und Kassel/Witzenhausen. Primärer Dienstort ist Kassel/Witzenhausen, aber eine regelmäßige Anwesenheit in Göttingen (2 Tage pro Woche) ist verpflichtend. Die Professur wird die dritte gemeinsame Professur der beiden Universitäten sein, die eine innovative Kooperationsvereinbarung über Ländergrenzen hinweg umsetzen, um neue Forschungsschwerpunkte zu etablieren.

Es gelten die Einstellungsvoraussetzungen und Leistungsanforderungen gemäß §§ 60, 61, 64 des Hessischen Hochschulgesetzes. Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. A. Bürkert, Ökologischer Pflanzenbau und Agrarökosystemforschung in den Tropen und Subtropen, Universität Kassel (buerkert@uni-kassel.de), oder Prof. Dr. S. von Cramon-Taubadel, Agrarpolitik, Universität Göttingen (scramon@gwdg.de). Die Universität Kassel ist im Sinne der Chancengleichheit bestrebt, Frauen und Männern die gleichen Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten und bestehenden Nachteilen entgegenzuwirken. Angestrebt wird eine deutliche Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre. Qualifizierte Frauen werden deshalb ausdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben. Schwerbehinderte Bewerber/-innen  erhalten bei gleicher Eignung und Befähigung den Vorzug. Bewerbungen mit aussagekräftigen Unterlagen sind bis zum 15.02.2016 unter Angabe der Kennziffer an den Präsidenten der Universität Kassel, 34109 Kassel zu richten.

 

Bewerbungsfrist: 15.02.2016