Stellenauschreibung Max Rubner Institut

Das Max Rubner-Institut in Karlsruhe sucht eine/einen Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Wissenschaftlichen Mitarbeiter (m/w/d) für den Bereich Ernährungsverhalten.

Weitere Information zur Stelle und den gewünschten Voraussetzungen finden sie in der Auschreibung.

Ernährungswandel zwischen Hunger und Übergewicht

Für die im Juni 2021 veröffentlichte 3. Ausgabe der ‚Zeitschrift für die Vereinten Nationen und ihre Sonderorganisationen‘ verfasste das Vorstandsmitglied Regine Rehaag einen Hauptbeitrag. Im Zuge des globalen Ernährungswandels werden traditionelle Ernährungsmuster zunehmend durch einen urban-industriellen Ernährungsstil abgelöst. Der Anteil tierischer und vor allem hochverarbeiteter Nahrungsmittel nimmt stark zu, mit dramatischen Folgen für Klima und öffentliche Gesundheit. Die Pandemien Adipositas, Unterernährung und Klimawandel vereinen sich zu einer ‚globalen Syndemie‘, die besonders einkommensschwache Länder betrifft, in denen vor allem Frauen von einer doppelten Belastung durch Untergewicht und Adipositas im Laufe ihres Lebens betroffen sind. Die COVID-19-Pandemie hat die Situation weiter verschärft und gezeigt, wie fragil die Ernährungssicherheit ist.

Näheres zum Beitrag finden Sie hier.

Abschlusssymposium: „Fleischwissen“. Zur Verdinglichung des Lebendigen in globalisierten Märkten (7. -9. Juli 2021)

Fleisch ist Kulturgut. Der Verzehr tierischen Proteins ist eng verzahnt mit der Entwicklung von Mensch und Zivilisation.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Verbundprojekt „Fleischwissen“ nähert sich den Traditionen und Dynamiken moderner Tierhaltung, Fleischproduktion und -konsumption vornehmlich über den zentralen Aspekt ihrer Materialität. Es fragt, wie Tiere in zunehmend industrialisierten und globalisierten Märkten zu Lebensmitteln, Gebrauchsgütern, ja ganz allgemein zu Dingen werden. Das Symposium stellt die kulturwissenschaftlichen, ernährungs- und innovationssoziologischen Perspektiven, Herangehensweisen und Befunde des Verbundprojekts „Verdinglichung des Lebendigen: Fleisch als Kulturgut“ zur Diskussion und bettet sie ein u.a. über weiterführende Beiträge, Impulse und Kommentare thematisch ausgewiesener Expert*innen in eine Reflexion über Ambivalenzen, Potenziale und Grenzen unseres „Fleischwissens“ im frühen 21. Jahrhundert.

Die Veranstaltung findet digital via Zoom statt. Entsprechende Zugangsdaten werden vor dem Termin zugesandt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Wir bitten um Anmeldung. Kontakt: fleischwissen@gmail.com

Das vollständige Programm finden Sie hier.

// Ankündigung // Einladung // „Gut versorgt aus der Region? Potentiale und Herausforderungen für Bedürfnisorientierung in regionalen Ernährungssystemen“

Digitale Tagung am 23./24. Juli 2021

Hiermit laden wir herzlich zu unserer digital stattfindenden Tagung zu Bedürfnisorientierung in regionalen Ernährungssystemen ein. Die Tagung zielt einerseits darauf, empirisch das Phänomen der Regionalisierung von Ernährungssystemen auszumessen. Anderseits soll auf einer konzeptionellen Ebene diskutiert werden, wie die Frage der Bedürfnisorientierung in (regionalen) Ernährungssystemen analytisch greifbar gemacht werden kann.

Weitere Informationen sowie das Programm finden Sie hier.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Dr. Marie Reusch (marie.reusch-kypke@sowi.uni-giessen.de) und Suse Brettin (suse.brettin@gender.hu-berlin.de).

Anmeldung zur Tagung bitte bis zum 20.07.2021 unter:

https://www.uni-giessen.de/fbz/zentren/zeu/activities/regionale_Ernaehrungssysteme

Call for Papers für die Tagung am 18. und 19. November 2021 an der Hochschule Fulda

Die Tagung geht der Frage nach , wie sich die Pandemie als Krise langfristig auf Ernährungspraktiken und Einkaufsgewohnheiten sowie die Orte des Verzehrs auswirkt. Dabei werden Herausforderungen und Chancen der Krise für Ernährungspraktiken und nachhaltige Verpflegungsmöglichkeiten in der häuslichen wie auch in der außerhäuslichen Verpflegung aus den Perspektiven unterschiedlicher Fachdisziplinen betrachtet und diskutiert, welche Entwicklungen Potenzial für dauerhafte Veränderungen aufweisen.

Den Call for Papers finden Sie hier.

5. Online-Forum EssKult.net

Mahlzeit und Care im Corona-Haushalt
Zu den pandemiebedingten Veränderungen in (Familien-)Haushalten im deutsch-japanischen Vergleich (6. Juli 2021 9.00 – 13.30 Uhr)

Nicht nur das öffentliche, sondern auch das Leben in den privaten Haushalten hat sich durch die COVID-19 Pandemie maßgeblich verändert. Fraglich ist, wie die Strukturen der privaten Haushalte in ihren vielfältigen Formen auf die Anforderungen reagieren. Im Frühjahr 2020 verzeichneten Deutschland und Japan im Vergleich mit anderen Ländern ein geringes Infektionsgeschehen. Galten sie in Europa bzw. in Asien als Vorbilder, schneiden beide Länder nach einem Jahr COVID-19 Pandemie aufgrund des verspäteten Impfbeginns und der im Vergleich moderaten, aber stetig steigenden Infektionszahlen im internationalen Vergleich zunehmend schlechter ab. Diese sich in beiden Ländern ähnelnde Situation macht einen Vergleich der damit angestoßenen Veränderung der häuslichen Arrangements möglich.

Hier finden Sie das Programm. Hier können sie sich zum Onlineforum anmelden.

Essen und Soziale Arbeit

Das neue, von unserem Vereinsmitglied Christine Meyer verfasste Lehrbuch bietet einen Einstieg in die elementare Verbindung Sozialer Arbeit mit dem menschlichen Nahrungsbedürfnis. Gegenwärtig ist Hunger als menschliches Grundbedürfnis in der Sozialen Arbeit zur Nebensache geworden, obwohl beide konstitutiv miteinander verbunden sind. Aufgaben Sozialer Arbeit liegen, offensichtlich vor allem in den historischen Vorläufern, in der Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse.

Für weitere Informationen klicken sie hier

4. Online-Forum des Netzwerks Ernährungskultur ‚Der Lebensmitteleinzelhandel in Krisenzeiten‘ am 18.5.2021

Themenschwerpunkt des vierten Online-Forum in der Reihe ‚Ernährung in der Krise‘ ist der Handel mit Lebensmitteln unter der Fragestellung, wie sich der Ein- und Verkauf von Lebensmitteln in Corona-Zeiten stationär und online verändert haben und welche Chancen die Krise für eine nachhaltige Transformation der Lebensmittelversorgung im Alltag bringt.

Hier finden Sie das Programm des Online-Forums, das am 18. Mai 2021 von 14.30 bis 18 Uhr stattfindet.

Hier können sie sich direkt zum Onlineforum anmelden.

Frauen aus aller Frauen Länder gestalten die Zukunft Deutschlands

Klicken Sie hier, um das Poster in groß anzusehen.

Bei dieser Tagung geht es um das Geschlechterarrangement in der gesellschaftlichen Transformation. Unter den verschiedenen Beiträgen wird auch das Thema Ernährung und Gender von Dr. Parto Teherani-Krönner thematisiert. Dabei geht es um Wandel und Gestaltung der Mahlzeitenkultur und Ernährungssicherung durch Frauen in Zeiten der Pandemie und Umweltkrisen sowie dem Diskurs zu Food Ethics.

Meal Cultures – A New Concept in Food Security Debates on African Leafy Vegetables in Kenya and East Africa. J Agri Res

Call for Papers der Zeitschrift GENDER

Ernährungspraxis im Wandel: transformative Zusammenhänge von Geschlecht und Ernährung

Ernährung ist nicht bloß eine physische Notwendigkeit, sondern mit sozialen Praktiken verbunden, die eine starke Identifikations- und Distinktionsfunktion besitzen. Der Heftschwerpunkt thematisiert aus der Perspektive von Care-Theorie und feministischer Ökologiekritik, inwiefern Ernährung als Versorgungsarbeit sowie der Zugang zu Ressourcen der Nahrungsmittelproduktion zwischen den Geschlechtern ungleich verteilt ist.

Herausgeberinnen sind Jana Rückert-John, Carla Wember und Sigrid Nieberle

Der vollständige Call findet sich hier auf Englisch und hier auf Deutsch oder gesammelt unter: https://www.gender-zeitschrift.de/call-for-papers-gz

Wir freuen uns auf zahlreiche Beitragsvorschläge!