Aufgetischt! Persuasion und Information in der Vermarktung von Nahrungs- und Genussmitteln

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Wer garantiert die Qualität der Gütesiegel? Nach welchen Kriterien werden Inhaltsstoffe untersucht? Wer schreibt die Gutachten? Welche Konsequenzen haben EU und TTIP-Freihandelsabkommen für die Präsentation von Produkten – etwa des bislang mit dem Reinheitsgebot beworbenen Bayerischen Biers? Der Konsument sucht Idylle und Tradition, scheinen sie ihm doch Qualität zu verheißen. Repräsentiert oder konzipiert Lebensmittelwerbung Gender-Strömungen, oder ist der Kuchen backende Vater bei Dr. Oetker ein Einzelfall?
Löst Natur die Chemie als Werbeversprechen ab? Oder fordert der Verbraucher alle Freiheiten für sich? Konsumiert er im Fitnessstudio den isotonischen Drink, um am Morgen auf dem Biomüsli zu beharren? Bevorzugt er PET oder Glas als Verpackung?
Solchen Fragen widmet sich diese Tagung des RVW, die vom 6. bis 7.11.2015 in der Universität Regensburg, stattfindet. Genauere Informationen finden sie hier ,als PDF zum Download.

 

„Der Mensch ist, was er isst.“

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Ernährung als integratives Forschungsgebiet der Natur- und Sozialwissenschaften

Ernährung spielt eine zentrale Rolle im menschlichen Leben: Neben ihren leicht erkennbaren physischen Funktionen, den Hunger zu stillen und den Körper mit Nährstoffen zu versorgen, hat Ernährung soziale, politische, ökonomische und kulturelle Dimensionen. Essen, Nahrung und Ernährung sind – ganz im Sinne des Diktums Ludwig Feuerbachs „Der Mensch ist, was er isst“ – wichtige Ausdrucksmittel für soziale Beziehungen und Kommunikation. Essen kann Freundschaft, Gemeinsamkeit und Nähe anzeigen, aber auch sozialen Status, Macht und Ausgrenzung signalisieren. Zudem finden gesellschaftliche Verhältnisse, in denen wir leben, ihren Ausdruck im Essalltag.Continue reading

Mit Liebe hergestellt? Technologische Innovation trifft Esskultur

 

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„Verbraucher beurteilen technologische Innovationen bei Lebensmitteln höchst unterschiedlich. Was für den einen eine phantastische und segensreiche Entwicklung darstellt, ist für den anderen nicht akzeptabel oder besorgniserregend – vorausgesetzt sie haben überhaupt etwas über die Innovation erfahren. Unsere Studie „Essbare Innovationen“ legt den Schluss nahe: Die Sinnhaftigkeit und Vorteile des technischen Wandels sollten deutlicher dargestellt und der Nutzen für den Verbraucher besser erklärt werden. Die Ernährungsbranche ist nachweislich führend bei technologischen Innovationen und Ressourceneffizienz sowohl in nationalen als auch internationalen Produktions- und Herstellungsketten.Continue reading

„Regional ist en vogue“

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„Die Gastronomie muss sich neu erfinden“. Der Regensburger Kulturwissenschaftler über den Boom regionaler Lebensmittel, die Generation der 18- bis 30-Jährigen und den Erfolg der Foodtrucks. Das komplette Interview steht hier zum Download zur Verfügung.

Pressemitteilung zum Leitbild Netzwert Ernährungskultur e.V.

Ernährungskultur neu vernetzt

Pressemitteilung

Berlin, 28. September 2015

Das neugegründete Netzwerk Ernährungskultur e.V. (Esskult.net) hat auf seiner heutigen Mitgliederversammlung in Berlin Schwerpunkte für die zukünftige Arbeit festgelegt. Esskult.net ist im Januar 2015 aus zwei langjährig etablierten Institutionen der sozialwissenschaftlichen Ernährungsforschung in Deutschland hervorgegangen: der Arbeitsgemeinschaft für Ernährungsverhalten e.V. (AGEV) und dem Internationalen Arbeitskreis für Kulturforschung des Essens (IAKE).

EssKult.net ist ein unabhängiges Netzwerk von etwa 100 Kultur-, Sozial- und Naturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, die sich mit Fragen der Ernährung und des Essens auseinandersetzen. „Ernährung wird hierbei nicht in enger naturwissenschaftlicher Perspektive gesehen, sondern als umfassendes gesellschaftliches Phänomen“, so die Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Jana Rückert-John. Damit werden ausdrücklich Grenzen zwischen den beteiligten Wissenschaften überschritten und neue Perspektiven eröffnet. Mit den Aktivitäten des Netzwerkes werden ein Forum und eine Plattform zum interdisziplinären Austausch über kulturelle und kommunikative Aspekte der Ernährungskultur geboten. „Auf wissenschaftlicher Basis wollen wir Anstöße und Impulse für einen gesellschaftlichen Wandel und eine Weiterentwicklung der Ernährungskultur geben“, betont Vorstandsmitglied Prof. Dr. Gunther Hirschfelder. Mittelfristig wird auch die Vernetzung mit der einschlägigen internationalen Forschungsszenerie angestrebt, wofür das Vorstandsmitglied Dr. Rengenier Rittersma zuständig ist.

Zukünftig soll vor allem die Vernetzung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf dem breiten Feld der sozial- und kulturwissenschaftlichen sowie der naturwissenschaftlichen Thematisierung des Essens und der Ernährung unterstützt und gefördert werden. Hiermit sollen insbesondere junge Forscherinnen und Forscher angesprochen werden, die die Themenfelder Essen und Ernährung interdisziplinär in ihren stofflichen, historischen und soziokulturellen Bezügen bearbeiten. Zur Vernetzung und zum wissenschaftlichen Austausch sind regelmäßig stattfindende wissenschaftliche Tagungen, Publikationen und Workshops geplant, so Regine Rehaag, die für die Öffentlichkeitsarbeit des Netzwerkes zuständig ist.

Das Kobe‐Rind ist die neue S-Klasse

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Für den Regensburger Kulturwissenschaftler Gunther Hirschfelder ist die Ernährung zu einem

Lebensstil geworden.Stephan Cezanne, epd

Interview mit Vorstandsmitglied Prof. Dr. Gunther Hirschfelder, www.mittelbayerische.de/region/regensburgstadtnachrichten, 24.9.2015 hier zum Download

How to feed a city


How to feed a City
Im verlinkten PDF Dokument finden Sie Informationen zum Symposium des Research Institute of Organic Agriculture (FiBL), Expo Milano, Swiss Pavilion am 4  September 2015, 13.00-15.30:

How to feed a city – visions, technologies, emotions

Programme (PDF)

 

Call for Papers

„Fleisch. Vom Wohlstandssymbol zur Gefahr für die Zukunft“

Tagung der Sektion Land- und Agrarsoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS)
6.-7. November 2015, Hochschule Fulda

HIER können Sie sich den Call for Papers downloaden.